

Von Falk Janning 15.07.2026 · 12:26 Uhr – Rheinische Post
Düsseldorf · Fairplay statt Pfiffe, spektakuläre Würfe statt harter Zweikämpfe: Beim Finalwochenende der 3. Liga Nord-West am 25. und 26. Juli kämpft die Frisbee Family Düsseldorf auf heimischem Rasen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Abteilungsleiter Stephan Schütrumpf erklärt, was den Sport so besonders macht und warum Zuschauer Ultimate Frisbee unbedingt einmal live erleben sollten.
„Beim Ultimate ist die Welt in Ordnung. Da gibt es keine Schiedsrichter, da wird nicht gelogen, alle sind sportlich und fair. Das ist das Grundprinzip." Stephan Schütrumpf, Abteilungsleiter der Frisbee Family Düsseldorf, schwärmt vom besonderen Geist des Ultimate Frisbee. Fairness ist hier keine Floskel, sondern Teil des Regelwerks. Fouls, strittige Szenen und knappe Entscheidungen klären die Spieler selbst – respektvoll und auf Augenhöhe. Am Wochenende des 25. und 26. Juli bekommt dieses besondere Miteinander eine große Bühne.
Auf der Bezirkssportanlage Rather Waldstadion richtet die Frisbee Family des ART Düsseldorf das Finalwochenende der 3. Liga Nord-West (Mixed) aus. Für die Gastgeber geht es dabei um weit mehr als ein gelungenes Turnier: Sie wollen nach drei Jahren in die 2. Bundesliga zurückkehren. „Das hat eine große Bedeutung für uns. Wir wollen nach drei Jahren in der 3. Liga wieder aufsteigen. Die Chancen stehen gut – wir waren in den vergangenen Jahren nicht so nah dran wie jetzt“, sagt Schütrumpf.
Die Ausgangslage macht Lust auf ein spannendes Wochenende. Nach einem starken ersten Spieltag liegt die Frisbee Family aussichtsreich im Rennen um den einzigen direkten Aufstiegsplatz. Die Mannschaft hat sich bereits eine hervorragende Ausgangsposition für die Endrunde erarbeitet. „Wir sind nur noch zwei Siege vom Aufstieg entfernt. Das letzte Gruppenspiel ist für uns nicht mehr entscheidend, weil wir das Halbfinale bereits erreicht haben. Jetzt brauchen wir noch einen Sieg im Halbfinale und einen im Finale.“
Dass die Entscheidung vor heimischem Publikum fällt, könnte ein kleiner Vorteil sein. Während Mannschaften aus Hamburg, Lüneburg oder Wilhelmshaven auf der Sportanlage übernachten, können die Düsseldorfer in den eigenen vier Wänden Kraft für die entscheidenden Spiele sammeln. „Die Spieler der Heimmannschaft können zu Hause schlafen, die Gäste müssen in Zelten am Platz übernachten. Und natürlich kennen wir den Platz besser. Das ist schon ein kleiner Vorteil.“
Wer Ultimate Frisbee bislang nur aus dem Park kennt, dürfte am letzten Juli-Wochenende überrascht werden. Gespielt wird mit sieben Spielerinnen und Spielern pro Team, das Tempo ist hoch, die Laufwege lang und die Würfe spektakulär. „Ich nenne es die Mischung aus Basketball und Football. Wer Frisbee bislang nur aus dem Park kennt, wird staunen, wie laufintensiv und rasant es zugeht.“
Neben dem sportlichen Ziel möchte die Frisbee Family auch Werbung für ihren Sport machen. Ultimate wächst seit Jahren, ist seit 2025 über den Deutschen Frisbeesport-Verband Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund und begeistert immer mehr Menschen. Beim ART trainieren inzwischen rund 75 Mitglieder, etwa 40 bis 50 davon regelmäßig im Wettkampfbetrieb. Schütrumpf hofft deshalb auf viele neugierige Zuschauer. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. „Vor allem das Finale am Sonntag wird sehenswert, da bin ich mir sicher. Freunde und Familie sorgen immer für eine schöne Atmosphäre – und wir freuen uns über jeden, der Ultimate Frisbee einmal live erleben möchte.“